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Jugendsozialarbeit für junge Geflüchtete!(2017)

Junge geflüchtete Menschen brauchen Chancen auf Bildung, Ausbildung und soziale Integration. Jugendsozialarbeit ist dafür ein wichtiger Partner - ihre Struktur und das Selbstverständnis sind zur Begleitung junger geflüchteter Menschen besonders geeignet.

Auch für die Träger der Bundesarbeitsgemeinschaft örtlich regionaler Träger (BAG ÖRT) ist die Zielgruppe der jungen Geflüchteten seit dem Sommer 2015 verstärkt in den Fokus ihrer Arbeit gerückt. Wie sich die BAG ÖRT zu einer bedarfsgerechten Förderung junger geflüchteter Menschen positioniert lesen Sie hier:

Mehr zur Position der BAG ÖRT


Bundesagentur für Arbeit nimmt Pflicht zur Zahlung des Mindestlohns für pädagogisches Personal zurück!

Berlin, 08.04.2016 -Seit 2012 gilt in der Aus- und Weiterbildung ein Branchentarifvertrag, der den Mindestlohn für pädagogisch Beschäftigte regeln soll.

Nach vielen Beratungen hat die Bundesagentur für Arbeit Anfang 2016 bekanntgegeben, dass es ab März 2016 eine zusätzliche Regelung in den Vergabeverfahren zur „freiwilligen Mindestlohnverpflichtung“ geben soll. In diesem Fall hätte jeder Bieter den Mindestlohn anwenden müssen. Diese Entwicklung hat auch die BAG ÖRT als großen Durchbruch für einen fairen Wettbewerb öffentlich gewürdigt. Am 17. März 2016 teilt die Bundesagentur für Arbeit mit, dass die Verpflichtung zur Zahlung des Mindestlohns nach erneuter kritischer Prüfung nicht haltbar sei.

Wir stellen fest:

  1. Diese Situation ist nicht nur inakzeptabel und beschämend, sondern untragbar. Soziale Arbeit findet im Auftrag und Interesse der Gesellschaft statt. Wenn die Menschen, die diese verantwortungsvolle Arbeit leisten, nicht einmal mit einem einheitlichen Mindestlohn bezahlt werden, dann befindet sich das System in einer deutlichen Schieflage.
  2. Es ist fachpolitisch nicht hinnehmbar, dass mit den derzeitigen Praktiken die Trägervielfalt sowie regionale Angebotsstrukturen zerstört werden. Öffentliche Gelder kommen zum Einsatz, weil die Verantwortlichen (BMAS und BA) Verantwortung für gesellschaftliche Aufgaben haben: in diesem Falle für die berufliche (Weiter)-Entwicklung von Menschen, die Unterstützung benötigen, damit sie ihren Weg in Gesellschaft und Beruf finden können.
  3. Die derzeitige Praxis bewirkt, dass Fachkräfte sich dem Markt entziehen und alternative Beschäftigungsgebiete suchen. Es kann und darf nicht sein, dass die Berufe der pädagogischen / sozialen Arbeit mit Niedriglöhnen diskreditiert werden. Soziale Arbeit braucht Qualität. Qualität ist nur möglich mit einer guten Ausbildung und mit engagiertem, motiviertem Fachpersonal, welches angemessen zu entlohnen ist.

Die BAG ÖRT fordert:

  • Gleicher Lohn für gleiche Arbeit und faire Wettbewerbsbedingungen
  • Erhalt der Trägervielfalt und regionaler Angebotsstrukturen.

 

Für ein Gespräch zu diesem Sachverhalt stehen wir Ihnen sehr gern zur Verfügung.

Fachliche Ansprechpartnerin: Angela Werner (Geschäftsführerin BAG ÖRT)
FON: 030/40505769-12 oder 0160 5807123
E-Mail:
werner@bag-oert.de

Dokument als Download

Berlin, 23.03.2016 – Der Mindestlohn in der Aus- und Weiterbildung gilt seit 2012. Ab dem 01.03.2016 wollte die Bundesagentur für Arbeit (BA) eine „freiwillige Mindestlohnverpflichtung“ für alle Bildungsträger einführen. Aus verschiedenen Kreisen werden differenzierte Begründungen verlautbart. Die BAG ÖRT hat aus der BA-Zentrale die Auskunft bekommen, dass die Initiative der BA auf massiven rechtlichen Widerstand aus dem Kreise der Träger und Verbände gestoßen sei. Die BA hat sich somit nach erneuter kritischer Prüfung gehalten gesehen, von der Umsetzung des Vorhabens abzusehen. Eine entsprechende Mitteilung der BA wurde am 22.03.2016 veröffentlicht.

Link zur Bundesagentur für Arbeit

Die bekannten Schlupflöcher und Hintertüren bei der Bezahlung von pädagogischen Mitarbeiter/innen bleiben in unveränderter Weise bestehen.

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Stellungnahme zum Koalitionsvertrag

Der Koalitionsvertrag „Deutschlands Zukunft gestalten“ benennt zentrale Vorhaben der Regierung in der 18. Legislaturperiode. Die BAG ÖRT nimmt unter dem Motto „Deutschlands Zukunft mit Jugendsozialarbeit gestalten“ Stellung zu den Vorhaben, die die Jugendsozialarbeit betreffen, z.B. „Jugendsozialarbeit in kommunaler Verantwortung“, „Übergangssystem(e) Schule- Beruf“, „Europäische und internationale Jugendsozialarbeit“ und „Aus- und Weiterbildung“. Als Anwalt junger Menschen mit besonderem Förderbedarf bewertet die BAG ÖRT die Vorhaben aus Sicht der Jugendsozialarbeit und gibt Hinweise zur Umsetzung.

 

 


 

 

Positionspapier Individuelle Begleitung am Übergang Schule – Beruf, Qualitätsstandards aus Sicht der Jugendsozialarbeit (2011)

Der  Übergang  von  Schule  in  Ausbildung  und  Beruf  stellt  für  benachteiligte junge  Menschen nach  wie  vor  eine  große  Herausforderung  dar.  Zunehmend multiple  Problemlagen  erschweren  den  direkten  Zugang  zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt und lassen viele junge Menschen nicht vom wirtschaftlichen Aufschwung   und   dem   gestiegenen   Bedarf   an   Fachkräften   profitieren.

Individuelle   Begleitung   am   Übergang   Schule – Beruf   steht   vor   der Herausforderung, diesen jungen Menschen den Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen.    Für    die gelingende    Umsetzung    sind Qualitätsstandards notwendig, die in diesem Papier durch die BAG ÖRT definiert werden.

Positionspapier