Zum Inhalt springen

Gender Mainstreaming in der BAG ÖRT

Gender Mainstreaming bedeutet, bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt.

Umsetzung von Gender Mainstreaming in der BAG ÖRT

Im Mai 2002 war die Bautzener Mitgliederversammlung der BAG örtlich regionaler Träger der Jugendsozialarbeit e. V. eine Auftaktveranstaltung in zweierlei Hinsicht: Die Mitglieder der BAG ÖRT beschlossen, sich um die Anerkennung als bundesweite Trägerorganisation zu bemühen und das Prinzip "Gender Mainstreaming" als Umsetzungsstrategie für die Gleichstellung der Geschlechter in der BAG ÖRT zu etablieren.

Das Thema Gender Mainstreaming wurde in den Jahren 2003 und 2004 auf den Mitgliederversammlungen in Bautzen, Hiddenhausen und Berlin behandelt.
Ende 2004 nahm der Vorstand und die Leiterinnen und Leiter der Gremien der BAG ÖRT an einem Gender-Training teil. Außerdem einigte sich der Vorstand auf eine geschlechtergerechte Sprachform.

Anfang 2006 wurden konkrete Schritte zur Umsetzung von Gender Mainstreaming in der Trägerorganisation festgelegt. Dabei soll die Umsetzung von Gender-Mainstreaming in der BAG ÖRT pragmatisch auf die Verbandstrukturen, auf das Profil und die Aufgabenstellung der BAG ÖRT ausgerichtet werden. Das heißt, es muss Hauptziel sein, bei den Mitgliedern eine Sensibilität und ein Verständnis für das Prinzip Gender-Mainstreaming oder besser: für die Chancengleichheit der Geschlechter auch in der Jugendsozialarbeit zu schaffen. Die BAG ÖRT hat für  ihre Mitgliedseinrichtungen eine Arbeitshilfe erarbeitet


Wozu Gender Mainstreaming? -
Eine Arbeitshilfe für Unternehmen und Praxis in der Jugendsozialarbeit

Die Arbeitshilfe beschäftigt sich mit der Frage „Wozu Gender Mainstreaming?“ und reagiert damit auf Aussagen wie: „Gender Mainstreaming – auch das noch! Neben all den Aufgaben, Herausforderungen und Risiken im Alltag eines Unternehmens soll ich mich nun auch noch damit beschäftigen?“
Die klare Antwort der Arbeitshilfe ist: Ja, denn die Genderperspektive kann Problemlösungen eröffnen, die bislang nicht erkennbar waren, sei es für interne Konflikte oder Schwierigkeiten im Umgang miteinander, sei es für andere Herausforderungen im Arbeitsfeld.
Zuweilen hat es sogar eine entlastende Funktion, zu verstehen, dass manche Probleme nicht individuell entstanden, sondern in strukturellen Geschlechterverhältnissen begründet sind. Oft entsteht ein neuer Blick für individuelle Bedürfnisse sowie für Bedarfe der Organisation wie neue Stellen, andere Arbeitsstrukturen o.ä. Zwar ist in der Jugendsozialarbeit das Geschlechterthema häufig auf einer gewissen Ebene schon angekommen, oft fehlt den beteiligten AkteurInnen aber noch eine Unterstützung, um hiermit in fruchtbaren Austausch bzw. in eine gemeinsame Weiterentwicklung zu treten.
Die Arbeitshilfe der BAG ÖRT ist ein Ansatz, sie bei Fragen zu Gender Mainstreaming zu unterstützen.

Die Arbeitshilfe bietet eine Einführung in das Konzept des Gender Mainstreamings, betrachtet die Prinzipien bei der Umsetzung und geht auf Gender Mainstreaming als Organisations- und Personalentwicklungsinstrument in Bildungsunternehmen, sowie in der Angebotsentwicklung ein.

Wir sind interessiert an Reaktionen und Rückmeldungen zu der Arbeitshilfe und vermitteln gerne den Kontakt zu Experten und Expertinnen in diesem Feld.

Literaturliste